Peiner Biologische Arbeitsgemeinschaft von 1953 e.V.

 

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Pressemitteilung der Peiner Biologischen Arbeitsgemeinschaft e.V.

Stein- und Schottergärten bieten Insekten keinen Lebensraum

Die Peiner Biologische Arbeitsgemeinschaft e.V. (Peiner Bio AG) wendet sich seit ihrer Gründung 1953 entschlossen gegen die Gefährdung und Verarmung der Natur. Umwelt- und Naturschutz, insbesondere der Erhalt der bedrohten Artenvielfalt, stehen im Mittelpunkt ihrer Arbeit.

Der zunehmende Verlust von Lebensräumen für Tiere (vor allem für Insekten) und Pflanzen stellt unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen. Die zunehmende Versiegelung von Naturflächen, die intensive Landwirtschaft mit hohem Pestizideinsatz sowie ein teilweise unbewusstes, die Natur schädigendes Verhalten von Teilen der Bevölkerung sind hier wesentliche Faktoren.

Seit mehreren Jahren gibt es eine steigende Zahl sogenannter Stein- und Schottergärten, oft als Vorgärten, die zu einem Verlust von Lebensräumen u.a. für Insekten führen. Auch Städte und Kommunen haben ihre Grünflächen teilweise in Steinwüsten verwandelt. Stein- und Schottergärten bieten Insekten keine adäquaten Lebensräume, weil Nahrungspflanzen und Fortpflanzungsmöglichkeiten fehlen. Diese Erfordernisse sind jedoch unverzichtbar, um den Fortbestand von Insekten zu sichern, die ihrerseits eine wichtige Funktion im Naturkreislauf und auch als Bestäuber einnehmen. Stein- und Schottergärten, bei denen oft eine untergelegte Sperrfolie ein freies Pflanzenwachstum unmöglich macht, sind vor diesem Hintergrund ökologisch wertlos.

Die Peiner Bio AG sieht diese Entwicklungen sehr kritisch und appelliert an Gartenbesitzer, die Stadt Peine und die Gemeinden im Landkreis Peine auf die Anlage weiterer Stein- und Schotterflächen zu verzichten sowie bereits vorhandene Stein- und Schotterflächen zurückzubauen. In den Gärten und auf den freien Flächen sollten stattdessen vermehrt heimische Pflanzen zum Einsatz kommen, die den Insekten (insbesondere Bienen und andere Bestäuber) einen Lebensraum bieten. Nicht nur Nektar und Pollen, sondern auch die Pflanzstängel und Blätter sind wichtig für Insekten.

Das Anlegen von Stein- und Schotterflächen verstößt gegen die Niedersächsische Bauordnung (NBauO). Gemäß § 9 Absatz 2 der NBauO sind unbebaute Grundstücksflächen zu begrünen, soweit sie nicht für eine andere zulässige Nutzung erforderlich sind.

Die Peiner Bio AG fordert die Einhaltung dieses Gesetzes. Um der genannten Vorschrift Nachdruck zu verleihen, sollten bei neuen Baugebietsausweisungen die Bauinteressierten im Landkreis Peine ausdrücklich auf die geltende Gesetzeslage hingewiesen werden, damit Stein- und Schottergärten von vornherein vermieden werden.

Die Peiner Bio AG wird sich weiterhin für den Erhalt von natürlichen Lebensräumen einsetzen und den erforderlichen Dialog führen. Sie bietet Beratungshilfe jenen Bürgern und Bürgerinnen an, die in Unkenntnis der Gesetzeslage Gesteinsflächen angelegt haben. Naturschutz kann langfristig nur erfolgreich sein, wenn alle Gesellschaftsmitglieder dieses Ziel in ihrem Handeln berücksichtigen. Wir bitten um Unterstützung dieses Appells.

Ilsede, 26.06.2019
Verantwortlich für den Text:
Hans-Werner Kuklik (1. Vorsitzender der Peiner Bio AG)
Dr. Michael Wallis (Projektleiter für Biotope)

 

Urteil des Verwaltungsgerichts Braunschweig vom 16. Oktober 2018 zur Klage des BUND gegen den Kahlschlag im Meerdorfer Holz

Das Gericht stellte fest, dass die im Bescheid der Unteren Naturschutzbehörde des LK Peine vom 26.9.2016 erteilte Befreiung von den Verboten der Landschaftsschutz-Verordnung (PE10 Meerdorfer Holz) rechtswidrig war.
Diese Entscheidung war nicht nur formell, sondern auch inhaltlich (materiell) rechtswidrig.

Urteil vom 16.10.2018 herunterladen

letzte Aktualisierung 26.06.2019